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Seit der furchtbare Drail und seine Anhänger die Macht an dich gerissen haben, herrschen im schottischen Tiefland Diktatur und Gewalt. Doch die Hirsche setzen ihre ganze Hoffnung auf eine alte Prophezeihung, die ihnen die Freiheit verspricht.
Ist der Hirsch Rannoch, der mit einem besonderen Zeichen auf der Stirn geboren wird, der Auserwählte, mit dem sich die Prophezeiung erfüllt? Vor ihm liegen eine gefährliche Flucht vor den neuen Machthabern und die Suche nach seiner Bestimmung.



Brechin senkte das Geweih und ging in Kampfstellung. Unten an der Eiche war der Kampf schon größtenteils vorbei, die Rothhirsche sahen hinauf zum Hügel.Sogar Drail schauderte bei dem fürchterlichen Anblick: Auf dem Hügel über der Angestammten Eiche kämpfte Brechin, Kommandant des Kampftrupps, im Mondschein um sein Leben.
Er bog sich nach rechts, er bog sich nach links wie die tanzende Lera. Er war erfüllt von hernes Geist. Fünfmal schloss sich der Kreis um den Hirsch, fünfmal brach er aus und senkte sein ausladendes Geweih. Doch beim sechsten Angriff erwischte ihn ein Bulle an der Keule, ein anderer stieß ihm in die Flanken. Brechin warf das Haupt auf, und es entfuhr ihm ein Schrei, der die Luft durchschnitt. Seine Vorderläufe knickten ein, er fiel auf den Boden. Fast ehrfürchtig hielt die Draila inne, als Brechin versuchte, sich wieder aufzurappeln. Er schrie aus seinem blutenden Maul, sein Hals schwankte vor und zurück. Doch schließlich fiel sein Kopf auf den Boden und die Draila gab ihm den Todesstoß. Ein letzter gequälter Schrei, der das Herz der Welt zu zerreißen schien - und dann senkte sich die Stille des Grauens auf das Tal. Es war vorüber.

(Kapitel 1, Seite 46 ff.)







"Wenn gebrochen ist die Sage,
Gesplittert wie ein Baum zu halb,
Ja dann wird Herne auferweckt,
Geboren, Herla zu befrein, das Kalb.

An der Stirn das Eichblatt trägt
Der Wechselbalg so schicksalhaft
Versteh solch Worte, fremd geprägt,
Und ist gejagt von Angst und Hass.

Erde, Wasser, Luft und Feuer
Lindern seine bittre Qual.
Doch dann die Inselkett´ von Neuem
Bilden die Elemente all.

Im Hochland wird das Gras erblühn,
Er zieht durch Wind und Regen.
Alten Zauber muss er mühn,
Zurück muss er und seinem Leid begegnen.

Der Herr der Lügen wird ihn rügen,
Sein Zorn wird schwärzen selbst die Sonn´.
Doch böse Mächte zu besiegen,
Helfen Herlas Feinde dann

Er ist geboren als ein Opfer hier,
Er, der das Wissen kennt der Sterne,
Offenbart die Wahrheit von Mensch und Tier,
Das ist der Geist von Herne.

`Ewiges Kalb des Mondenscheins´
So singt die Herla heiter,
`Deine Zeit wird ein helles Lachen sein,
Geboren ist uns ein König und Heiler.´"

(Kapitel 1, DIE PROPHEZEIUNG, Seite 33 ff.)



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